,,We need increased growth, but it must be better balanced, more sustainable, and inclusive so as to benefit all people."
Christine Lagarde, Direktorin des IWF

Wie können Wohlstand und Wachstum gerecht und nachhaltig gestaltet werden und der Gesellschaft in ihrer Breite zugutekommen?

Wie kann eine fortschrittliche und gerechte Wirtschaftspolitik in wissensbasierten Industriegesellschaften aussehen?

Über diese und ähnliche Fragen wird seit Jahren international rege diskutiert. Auch die OECD, der Internationale Währungsfonds und die Weltbank haben negative Konsequenzen wirtschaftlicher wie sozialer Ungleichheitsdynamiken untersucht und der Debatte unter der Überschrift inklusives Wachstum neuen Schub verliehen.

Ein inklusives Wachstum bedeutet, dass die Erträge wirtschaftlichen Aufschwungs bei möglichst allen Menschen ankommen müssen. Das kann in Form von Löhnen und Beschäftigung passieren oder bis hin zu gesellschaftlicher und sozialer Teilhabe in einem weiteren Sinne reichen.

Zentrale Prämisse der Debatte ist, dass ein enger Zusammenhang zwischen ökonomischer Dynamik und Fragen von Gleichheit und Gerechtigkeit besteht. Dadurch müssen wirtschaftlicher und sozialer Fortschritt viel mehr als bisher zusammen und nicht als widerstreitend gedacht werden.

Warum brauchen wir eine Debatte zu inklusivem Wachstum?

Das Versprechen der Sozialen Marktwirtschaft, wirtschaftliches Wachstum und soziale Teilhabe zu verbinden, scheint für immer weniger Menschen zu gelten.

Während sich Wachstum, zentrale Ungleichheitsmaße und das Armutsrisiko bis 1991 im Gleichschritt entwickelten, spreizt sich deren Entwicklung seitdem. Das Pro-Kopf-Einkommen nimmt zu, zentrale Ungleichheitsmaße und Armutsrisiko verharren jedoch auf hohem Niveau. Auch in Deutschland stockt die soziale Mobilität.

Die Debatte um inklusives Wachstum adressiert eben diese Entwicklungen mit dem Ziel, die ökonomische wie soziale Inklusion von Menschen zum zentralen Bewertungsmaßstab für wirtschaftspolitische Maßnahmen zu machen.

Wie übersetzt sich eine internationale Debatte in einen Dialog von Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft?

Was ist die Resonanz auf einen wissenschaftlichen Begriff und wie wird dieser handhabbar für die politische Praxis?

Es lohnt, abstrakte Begriffe auf konkrete Themengebiete herunterzubrechen und sie aus einem wissenschaftlichen Diskurs in eine sektorübergreifende Debatte zu bringen. Nur so können sie hinsichtlich ihres Potenzials durchleuchtet werden.

Nichts weniger als diese Aufgabe hat sich das Projekt “Neue Wege zu inklusivem Wachstum – Impulse für die Soziale Marktwirtschaft von morgen" des Think Tanks Das Progressive Zentrum in Kooperation mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie vorgenommen.

Diese Debatte wird in persönlichen Gesprächen, in Diskussionsveranstaltungen, mit Publikationen und auf dieser Plattform geführt.

Debatten gewinnen dann an Gewicht, wenn sich möglichst viele Menschen meinungsstark an Ihnen beteiligen.

Hier wird eine breite Debatte zu Inklusivem Wachstum und dessen Potenzial für die Lösung gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Probleme geführt.

Außerdem wird Inklusives Wachstum aus vier thematischen Perspektiven diskutiert, die die drängenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragestellungen unserer Zeit bündeln:

  • Digitalisierung – wie kann ein digitaler Ordnungsrahmen für inklusives Wachstum aussehen?
  • Die Soziale Marktwirtschaft als europäische Antwort auf die Globalisierung?
  • Strukturwandel nachhaltig und zukunftsfähig gestalten
  • Menschen befähigen, Wirtschaft stärken: eine Erneuerung von Teilhabe am Arbeitsleben?
 

Beteiligt sind VordenkerInnen und EntscheidungsträgerInnen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Beteiligen Sie sich auch!

Dies ist die Plattform des Projektes “Neue Wege zu inklusivem Wachstum – Impulse für die Soziale Marktwirtschaft von morgen" des Think Tanks Das Progressive Zentrum gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.